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Grundbuch und Grundpfandrecht

Grundbuch

Das Grundbuch ist ein öffentliches Register für Grundstücksdaten, das bei jeweils zuständigen Amtsgericht im Grundbuchamt geführt wird. 

Aus dem Grundbuch lässt sich die genaue Lage der Grundstücke, die Eigentumsverhältnisse und mögliche Belastungen ersehen. Auf die Eintagungen im Grundbuch können Sie sich verlassen. 

Der Notar sieht das Grundbuch i.d.R. vor der Beurkundung von Grundstücksangelegenheiten für die Beteiligten ein und zieht die vorgefundenen Sachverhalte in seinen Urkundenentwurf mit ein. 

Ergänzend sei erwähnt, dass das Eigentum an einem Grundstück nicht schon bei Beurkundung des Vertrages beim Notar auf den Erwerber übergeht, sondern erst mit dem Umschreibungsakt durch das Grundbuchamt.

Grundpfandrecht

Grundpfandrechte dienen als Sicherheiten für Geldforderungen. Grundpfandrechte müssen im Grundbuch an dem belasteten Grundbesitz eingetragen werden.

Es gibt zwei Arten von Grundpfandrechten, Grundschuld und Hypothek. Eine Hypothek "verbraucht" sich mit der Abzahlung eines Darlehens; eine Grundschuld besteht unabhängig von der tatsächlichen noch vorhandenen Höhe des abzusichernden Kredits und kann so mehrfach hintereinander als Sicherheit eingesetzt werden.

In der Praxis hat sich die Grundschuld durchgesetzt. Sie geben den Darlehensgebern eine Sicherheit bis zu dem eingetragenen Betrag und den eingetragenen Grundschuldzinsen, auf jedem Fall aber nur bis zur Höhe der tatsächlich abzusichernden Verbindlichkeiten.Falls eine gesicherte Forderung nicht zurückbezahlt wird, kann das belastete Grundstück versteigert werden.

In der Regel verlangen die Banken neben dem Grundpfandrecht auch ein Schuldanerkenntnis des Kreditnehmers mit Unterwerfung unter die sofortige Zwangsvollstreckung. 

Welche und wessen Verbindlichkeiten durch eine Grundschuld gesichert werden, ergibt sich aus der sogenannten Zweckerklärung. Sie stellt die Verbindung zwischen dem Kredit und der Grundschuld her.

Ist ein Darlehen getilgt, erteilt die Gläubigerbank i.d.R. eine Löschungsbewilligung, die der Grundstückseigentümer erhält. Er kann dann vor einem Notar seiner Wahl den Löschungsantrag beglaubigen lassen und dem zuständigen Grundbuch beides zur Löschung der eingetragenen Grundschuld einreichen.

Der Notar klärt über den Inhalt und die Risiken von Grundpfandrechten auf. 

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Letzte Aktualisierung: Sonntag, 26.11.2017  

 

Notarin Janett Talke

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